Wasserversorgung Alling: Kommentar zum Antrag auf Bürgerbegehren – SZ 18.05.2016

Eingetragen bei: Presse | 0

Kommentar Schlappe für den Bürgermeister ============================== Von Manfred Amann

Es ist fürs Erste nicht ganz verständlich und riecht auch ein wenig nach Verbohrtheit, dass die Dorfgemeinschaft der Freien Wähler und die Bürgerschaft Alling auch dann noch einen Bürgerentscheid anstreben, nachdem der Zweckverband zur Wasserversorgung Amper (WVA) keine Lust mehr hat, die Allinger zukünftig mit Wasser zu versorgen. Doch es ist der einzige richtige Weg, um Bürgermeister Röder und seiner CSU spüren zu lassen, dass man mit den Allingern nicht alles machen kann. Dass den Beitrittsgegnern nun vorgeworfen wird, den Weg für sicheres Wasser in der Zukunft verbaut zu haben und dafür verantwortlich zu sein, dass künftig die Wassergebühren steigen, ist eher als ein Werfen von Nebelkerzen zu interpretieren, mit deren Wolke die eigentliche Ursache verdeckt werden soll, nämlich der Versuch, in einer Hau-Ruck-Aktion über die Köpfe der Verbraucher hinweg den Anschluss an den WVA durchzusetzen. Die Behauptung, man habe erst Fakten schaffen wollen, ist schon deshalb nicht nachzuvollziehen, weil die Weichen für die Übernahme durch den WVA schon längst gestellt waren, bevor der Beitrittswunsch öffentlich diskutiert wurde. Und dies überdies nur mit Argumenten, die CSU-Mitglieder nun selbst relativieren, indem sie anführen, dass die Sanierung der Allinger Wasserversorgung Millionen verschlingen werde. Warum kam diese offensichtliche Dramatik nicht von Anfang an auf den Tisch, was gab es zu verbergen? Dafür gibt es einige Mutmaßungen. Es könnte sein, dass der Sanierungsbedarf im Nachhinein gezielt aufgebauscht wurde, um den Gegnern unverantwortliches Handeln anlasten zu können. Naheliegender ist jedoch, dass mit viel Ablenkung möglichst schnell über das Gemauschel mit dem WVA die Decke des Schweigens gelegt werden soll. Röder hatte als Chef des Amperverbandes keine glückliche Rolle gespielt, und das soll nun nicht öffentlich werden. Auch wenn erst der Bürgerentscheid letztlich den Willen der Allinger zeigen wird, eines dürfte sicher sein, es ist schon jetzt auch eine persönliche Schlappe für Röder.